Schulanfang  

 

Integration der Schulneulinge ins Schulleben

Mit dem Schulanfang beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Sie müssen sich in personeller, zeitlicher, räumlicher und inhaltlicher Hinsicht neu orientieren. Die Freude der Kinder auf die Schule und ihre Bereitschaft, selbst zum Gelingen des Schulanfangs beizutragen, verpflichten alle Verantwortlichen, am Schulanfang die besten Bedingungen zu schaffen. Schulanfänger müssen sich geborgen fühlen, damit sie sich gegenüber bisher unbekannten Personen und neuen inhaltlichen Herausforderungen öffnen können. Um den Kindern ihren Einstieg in diese neue Lebensphase zu erleichtern, bieten wir ihnen die Möglichkeit, schon vor dem ersten Schultag Einblick in das Schulleben zu erhalten. 

Am Tag der offenen Tür können sich Eltern und Kinder einen ersten Eindruck von unserer Schule verschaffen. An diesem Tag sind für zwei Unterrichtsstunden alle Türen der Schule geöffnet, so dass der Schulalltag in den Klassen beobachtet und miterlebt werden kann. Der Tag der offenen Tür findet ca. vier Wochen vor der Schulanmeldung statt. 

Bei der Anmeldung der Schulneulinge, die im Herbst an einem festgelegten Termin des Schulverwaltungsamtes stattfindet, bekommen die Kinder und Eltern einen ersten Eindruck von ihrem neuen Lernumfeld. Die Anmeldung findet zu fest vergebenen Terminen statt, so dass die Wartezeit für Kind und Eltern möglichst kurz ist. Die Wartezeit wird mit Kaffee, Saft und Plätzchen überbrückt, für die Kinder gibt es die Möglichkeit Motive auszuschneiden und zu malen.  

Eine Überprüfung der Schulfähigkeit findet bei Problemfällen durch die Schulleitung statt.

Am "Schnuppertag" im Mai oder Juni nehmen die Schulneulinge auf Einladung an zwei Unterrichtsstunden teil und erhalten so einen praxisnahen Eindruck von Schulwirklichkeit.

Auch zu besonderen Veranstaltungen, wie z.B. Schulfest, Projektwoche usw. werden die Kinder eingeladen.

Da auch viele Eltern in ihrer neuen Rolle in der Schule Anfänger sind, benötigen sie Informationen, Begleitung und Anregung. So führen wir einen Informationsabend unter Leitung der Schulleitung, der Polizei und eventuell der zukünftigen Klassenlehrer durch.

Um die Zeit bis zum Einschulungstag zu überbrücken und die Vorfreude auf die neue Schule zu steigern, erhalten die Schulanfänger ein Anschreiben, dem ein Bild zum Ausmalen für jeden Tag der Sommerferien bis zum ersten Schultag, sowie eine Liste zur Anschaffung des Schulmaterials beigefügt ist.

Eine besondere Bedeutung kommt dem ersten Schultag zu. Wir beginnen ihn mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Marien, der durch die Pfarrer beider Konfessionen, die Religionslehrer unserer Schule sowie Schüler der Schulgemeinschaft geplant und gestaltet wird. Anschließend werden Erstklässler und ihre Eltern auf dem Schulhof von der Schulleitung begrüßt. Kinder der zweiten Schuljahre präsentieren eine kleine musikalische oder spielerische Darbietung. Anschließend lernen die Kinder ihren Klassenlehrer und ihren Klassenraum kennen, indem sie ihrer ersten Schulstunde beiwohnen. In der Zwischenzeit werden ihre Eltern und weitere Gäste durch den Förderverein und die Eltern der zweiten Klassen bewirtet. (Einschulungsfeier)

In der ersten Schulwoche lernen die Erstklässler ihre Paten aus der vierten Klasse kennen. Diese begleiten sie in der Eingewöhnungsphase.

Innerhalb der ersten drei Schulwochen findet die 1.Klassenpflegschaftssitzung statt, bei der die Eltern Einblicke in die Abläufe, die pädagogische Arbeit und die Lerninhalte des ersten Schuljahres erhalten. Auch das nähere Kennenlernen zwischen Eltern und Lehrer ist Ziel dieses Abends.

 

Diagnostik und Maßnahmen vor der Einschulung                    

Die Kinder befinden sich zum Zeitpunkt ihrer Einschulung auf sehr unterschiedlichem Entwicklungsniveau. Um sie angemessen fördern zu können, ist eine genaue Ermittlung des Lern- und Entwicklungsstandes der Schulanfänger/innen notwendig. Zu diesem Zweck führen wir an unserer Schule folgende Maßnahmen zur Diagnostik durch:

-         Sprachstandserhebungen der Vierjährigen im Kindergarten durch Lehrer der Schule

-         Überprüfung der sozialen, sprachlichen, motorischen, mathematischen Kompetenzen, sowie der Wahrnehmungsfähigkeit und des Arbeitsverhaltens durch Diagnosetests bei der Schulanmeldung

-         Hospitation der Lehrer im Kindergarten, um die Kinder in vertrauter Umgebung zu beobachten mit anschließendem Gespräch mit den Erziehern/innen

-         Auswertung der Beobachtungen und Festlegung evtl. notwendig werdender Fördermaßnahmen

-         Kooperation mit den Erziehungsberechtigten über notwendige Therapien (Sprachförderung, Sprachtherapie, Ergotherapie etc.)