Förderkonzept

 

Durch den intensiven Gedankenaustausch im Kollegium entstand für unser Förderkonzept folgende Leitidee:

            Frühzeitig Schwächen und Stärken erkennen und fördern.

Unser pädagogischer Anspruch ist es, einerseits Anforderungen zu stellen, die das Leistungspotential eines jeden Kindes herausfordern, und andererseits jedem Kind so viel Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen, dass es diese Anforderungen erfüllen kann.

Ausgangspunkt ist hierbei stets die intensive Beobachtung des einzelnen Kindes.

Unser spezielles Anliegen ist es, in diesem Zusammenhang sei es im kognitiven, emotionalen oder sozialen Bereich, frühzeitig individuelle Schwächen und Stärken zu erkennen, so dass wesentliche Unterstützungsmaßnahmen keine unnötige Verzögerung erfahren.

Dazu gehört:  

·        die Durchlässigkeit aller Informationen zum Kind: vollständige Akte, Zugriff aller Lehrer/Beteiligung mehrerer Lehrer im Team (Objektivität)

·        Elterninformationen: Gespräche, Rückmeldungen, Empfehlungen

·        Frühzeitiger Einbezug möglicher Kooperationspartner

 

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat das Kollegium ein Förderkonzept erstellt, dass schon vor der Einschulung beginnt.

 

 

Diagnostik und Maßnahmen vor der Einschulung

Die Kinder befinden sich zum Zeitpunkt ihrer Einschulung auf sehr unterschiedlichem Entwicklungsniveau. Um sie angemessen fördern zu können, ist eine genaue Ermittlung des Lern- und Entwicklungstandes der Schulanfänger/innen notwendig. Zu diesem Zweck führen wir an unserer Schule folgende Maßnahmen der Diagnostik durch:

 

Schulanmeldung

Die Beobachtung des Kindes beginnt mit der Schulanmeldung. Parallel zur formalen Aufnahme werden sechs verschiedene Aufgabenbereiche mit jedem Kind einzeln durchlaufen. In einem Gespräch wird die personale und soziale Kompetenz überprüft, mit Hilfe eines Erzählbildes die sprachliche Kompetenz ermittelt, d.h. es findet eine Sprachstandserhebung statt, die das Hörverstehen, das Sprechen, die Lautung und Artikulation, den Wortschatz, die Formenbildung, den Satzbau und speziell bei Migrantenkindern die Mehrsprachigkeit überprüft. Des Weiteren werden Übungen zur Grobmotorik, Feinmotorik, visuellen Wahrnehmung, mathematischen Kompetenz und auditiven Wahrnehmung durchgeführt. In allen Situationen wird das Arbeitsverhalten beobachtet, d.h. Ausdauer, Anstrengungsbereitschaft, Konzentration, Aufgabenverständnis und Denk- und Merkfähigkeit. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen werden in einem Beobachtungsbogen, der Teil der Schülerakte ist, festgehalten.

 

Hospitation des Lehrers im Kindergarten

Bis zu den Osterferien werden Hospitationen im Kindergarten vorgenommen, um diagnostische Beobachtungen bei den Kindern in vertrauter Umgebung durchzuführen. Beobachtungen finden in den oben genannten Aufgabenbereichen statt. Da jedoch nicht alle wichtigen Aspekte, die mit der Schulfähigkeit verbunden sind, beobachtet werden können, finden in diesem Zusammenhang Gespräche mit den Erzieherinnen/ Erziehern statt.

Tag der offenen Tür

Neben den Terminen mit diagnostischer Zielsetzung erhalten die Schulneulinge und ihre Eltern einige Wochen vor der Schulanmeldung (d.h. vor den Herbstferien) Gelegenheit sich den Schulbetrieb vor Ort anzusehen. Sie können an diesem Vormittag verschiedene Klassen und Lernsituationen kennen lernen und sich frei in der Schule bewegen. Die Lehrer bekommen an diesem Tag einen Eindruck darüber, wie sich die Schulneulinge in einer Klassensituation zurechtfinden.

 

Diagnostik im Schulalltag

Diagnostik bedeutet für uns aus Beobachtungen und ihren Auswertungen die Grundlage zur individuellen Förderung zu schaffen.

Dazu räumen wir der Beobachtung im Schulalltag einen großen Stellenwert ein. Die Bandbreite individueller Fähigkeiten soll dabei erkennbar werden.

Dazu bieten gerade offene Aufgabenstellungen vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten. So werden Aufgaben häufig ausgewählt, die den Kindern möglichst viel Spielraum lassen. (Z.B.: „Briefe und Mitteilungen an Mitschüler – Klassenpost“; „Finde möglichst viele Aufgaben mit dem Ergebnis 1000“).

Der Entwicklungsstand der Kinder kann so von uns analysiert werden. Er gibt uns wichtige Hinweise für die individuellen Maßnahmen die notwendig sind, um Lernfortschritte zu ermöglichen.

Gezielt und  frühzeitig werden Beobachtungen in regelmäßig fest eingeplanten Beobachtungszeiten während des Unterrichtes durchgeführt. Die Dokumentationen erfolgen mit Hilfe von Beobachtungsbögen hinsichtlich kognitiver, sozialer und emotionaler Lernziele.

Möglichkeiten dazu bieten verschiedene Formen der Überprüfung. (z.B. Spiele, Rätsel, Quiz, Auswertung von Arbeitsergebnissen, Lernzielkontrollen, Test)

Die Beobachtungsbögen werden in Kooperation mit den Paralleleklassenlehrern  entwickelt. Daneben werden unsere alltäglichen Beobachtungen entweder spontan oder in fest eingeplanten Reflektionszeiten festgehalten

Für die Schuleingangsphase werden für alle verbindliche Beobachtungsaspekte verwendet, die das Profil der Lernausgangslage bestimmen.

Als besonders effizient haben sich die Beobachtungsmöglichkeiten im Team erwiesen. Durch die Aufgabenteilung im Unterricht und dem Austausch über Beobachtungen können wir für jedes Kind bestmögliche Lernchancen entwickeln. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen werden wir gerade in der Schuleingangsphase Teamteaching so weit wie möglich umsetzen.

  

Umsetzungsmöglichkeiten im Klassenunterricht

Im Hinblick auf die Erstellung eines Förderkonzeptes für die GGS „Bergische Straße“ haben wir unser Schulprogramm dahingehend überprüft und überarbeitet, individuelle Fördermöglichkeiten im Unterrichtsgeschehen aufzuspüren bzw. einzuplanen. Dabei zeigte sich, dass dies besonders in offenen Unterrichtsformen sowohl durch Selbstdifferenzierung als auch durch gezielte Förderangebote möglich ist. Wo Kinder gelernt haben, selbstständig zu arbeiten und zu kontrollieren, bleibt dem Lehrer Zeit sich um einzelne Kinder und ihre speziellen Lernbedürfnisse zu kümmern.  

Im folgenden möchten wir die von uns praktizierten offenen Unterrichtsformen  vorstellen und deutlich machen, welche Maßnahmen auf welche Weise eine spezielle Förderung ermöglichen (in Fettdruck).

 

Freiarbeit

Die selbständige und eigenverantwortliche Auswahl aus Lernangeboten bietet uns täglich Möglichkeiten zur Differenzierung, zusätzlichen Übung und Ergänzung von Unterricht.

Durch das vom Lehrer bereitgestellte Material werden spezielle Lern- und Übungsinhalte präsentiert und je nach Bedarf ausgewechselt. Zum sinnvollen Einsatz dieses Materials gehört ein zielgerichtetes methodisches Einführen der Materialien im Unterricht. Im Einzelfall wird es erforderlich, die Materialien nach Schwierigkeitsgraden zu kennzeichnen. 

Die während der Freiarbeit gewonnene Zeit des Lehrers kann genutzt werden, um einzelne Schüler zu beobachten und ihnen gezielt Empfehlungen zu bieten bzw. im Lernen zu unterstützen.  

In regelmäßigen Kreisgesprächen zum Abschluss der Freiarbeit wird angestrebt, Lernerfahrungen und die Auswahlkriterien von Materialien im Hinblick auf den Lernfortschritt zu reflektieren

Büroarbeit 

Als Teil der Freiarbeit bietet die gezielte Zuteilung von Arbeitsblättern im „Büro“, einem Hängeordner für jedes Kind, die Möglichkeit gezielt in den Fächern Deutsch und Mathematik zu fördern. Dabei geht es bei den einen um die Behebung von Lernlücken und das wiederholte Üben nicht gefestigter Inhalte, bei den anderen um weiterführende Lernanreize. 

Aus diesem Grund wird die Büroarbeit vom Lehrer kontrolliert und auf Vollständigkeit anhand einer Liste überprüft.

 

Lernen an Stationen 

Beim Lernen an Stationen wird durch die zielgerichtete Auswahl entsprechender Angebote und Materialien einerseits ein lehrergeleiteter Lernprozess in Gang gesetzt, der auf der anderen Seite dem Schüler die Möglichkeit bietet, sich selbst seinen persönlichen Lernzugang zu wählen. Das individuelle Fördern erfolgt durch eigene Wahl des Lerntempos und der Übungsintensität. Darüber hinaus werden unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Aufgabenzugänge angeboten. Durch Kontrollmöglichkeiten an den einzelnen Stationen kann eine sofortige Erfolgsrückmeldung dem Schüler über den Stand des Lernzuwachses Auskunft geben.

In einem abschließenden Gespräch soll den Schülern im gegenseitigen Austausch ein gewinnbringendes Lernverhalten näher gebracht werden.

Durch gezielte Auswahl von Partnern können Leistungsunterschiede genutzt werden, indem schneller lernende Kinder für andere als Helfer Verantwortung übernehmen. 

 

Wochenpläne 

Neben der Selbstdifferenzierung in Wochenplänen durch die Auswahl allgemeiner Pflicht- und Wahlpflichtaufgaben enthält der Wochenplan im Hinblick auf den Förderbedarf einzelner Schüler spezielle Lernaufgaben. Dies wird durch unterschiedliche Organisationsformen ermöglicht. Realisierungsformen sind individuelle Wochenpläne, Pläne mit zusätzlichen Pflichtaufgaben oder Pläne mit unterschiedlicher Zuteilung von Wahl- und Pflichtaufgaben

Durch das Abstreichen der erledigten Aufgaben in einer Übersicht erhalten Kinder und Lehrer die Kontrolle über den Stand der Erfüllung. Hierdurch hat die Lehrkraft die Möglichkeit, individuelle Hilfe zu geben.

 

Werkstattarbeit 

Das offene und vielfältiges Arrangement von Lernsituationen und Materialien wird zum einen fächerübergreifend, thematisch orientiert angeboten oder dient als vielseitige Übungs- und Festigungsmethode über einen längeren Zeitraum.

Um den unterschiedlichen Lernausgangslagen aller Kinder gerecht zu werden, stehen ein „Überangebot“ an Aufträgen sowie differenzierte Aufgabenstellungen zur Verfügung. Aufgabenfolge, Tempo und Rhythmus zur Bewältigung gewählter Aufgaben können frei eingeteilt werden, so dass z.B. schneller lernende Kinder gefordert werden, aber Kinder mit besonderem Förderbedarf die Chance erhalten, entsprechend ihren Voraussetzungen Lernerfolge zu erzielen. Darüber hinaus kann insbesondere bei Übungswerkstätten durch Kennzeichnung einzelner Stationen Kindern mit speziellem Förderbedarf besondere Pflichtaufgaben zugewiesen werden.

Durch das in der Werkstatt herrschende „Helfersystem“ wird die Übernahme von Verantwortung gefordert und gefördert, indem Kinder als Ansprechpartner bei Fragen dienen, die Lösungen kontrollieren und die richtige Bearbeitung mit der eigenen Unterschrift bestätigen. Die – wie auch im Wochenplan – verwendete Übersichtsliste ermöglicht dem Lehrer einen Überblick über die Auswahl der Aufgaben, so dass er gegebenenfalls im Sinne der Lerneffizienz beratend eingreifen kann.

Auch hier wird die Arbeit durch regelmäßige Rückmeldungen zum Stand der Arbeit bzw. der Lernfortschritte in Kreisgesprächen unterstützt. Dabei haben die Kinder die Möglichkeit, aufgetretene Probleme und Fragen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Lehrer seinerseits hat dabei die Möglichkeit, aufgetretene Schwierigkeiten zu erfahren und durch individuelle Maßnahmen zu beheben.

 

Lernen in Projekten

Das Lernen in Projekten wird von uns im großen Rahmen als Projektwoche  fächerunabhängig und jahrgangsübergreifend angeboten oder in Form von Miniprojekten im Klassenverband.  Ausgehend von einer bedeutsamen Fragestellung werden Arbeitsgruppen gebildet, die eine eigene Planung zur Aufgabenlösung vornehmen. Durch die sachbezogene Motivation der Projektarbeit und die damit verbundene Befriedigung werden auch schwache Schüler ermutigt, Lernbarrieren zu überwinden bzw. zu vergessen.

Um diese Arbeitsform zur individuellen Förderung zu nutzen, greift die Lehrkraft bei Bedarf in die Gruppenbildung steuernd ein. Auch bei der Verteilung von Aufgaben innerhalb der Gruppe wird der Lehrer bei Bedarf beratend tätig, um eine unproduktive Unter- bzw. Überforderung zu vermeiden.

 

Arbeit am PC

Innerhalb aller bisher erwähnten offenen Unterrichtsformen bietet uns der Einsatz des Computers eine gute Möglichkeit zur individuellen Förderung. Diese wird von den bei uns verwendeten Lernprogrammen durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Lernhilfen ermöglicht. Bei der Auswahl der Aufgaben und der Schwierigkeitsgrade sollte der Lehrer beratend tätig werden. Eine unmittelbare Überprüfung der Lösungen mit entsprechender Rückmeldung ist bei allen von uns verwendeten Programmen inbegriffen. Einzelne Lernprogramme bieten darüber hinaus eine Steigerung der Schwierigkeiten je nach Lernfortschritt. Bevorzugt werden bei uns Programme, bei denen der Lehrer jederzeit den individuellen Lernfortschritt der Kinder abrufen kann.

 

Teamteaching im Eingangsbereich

Im Eingangsbereich versuchen wir – wenn uns ausreichend Lehrerstunden zur Verfügung stehen – möglichst täglich 1-2 Stunden in Doppelbesetzung („Teamteaching“) zu unterrichten. Auf diese Weise gelingt es uns besser, die Schulneulinge im Unterrichtsgeschehen zu beobachten und bei Bedarf auch einzeln oder in Kleingruppen auf ihre Stärken und Schwächen zu überprüfen. Subjektive Spontaneindrücke werden von einer zweiten Person verstärkt oder abgeschwächt und die Einschätzung der Schüler wird objektiviert. Auf diese Weise sehen wir uns schneller in der Lage, dem einzelnen Schüler möglichst frühzeitig nötige Hilfestellungen und individuelle Förderangebote zu bieten. Auch besonders starke Schüler können so schneller erkannt werden, können probeweise am Unterricht der höheren Klasse teilnehmen und bei Bedarf dorthin wechseln. Des weiteren können Eltern früher und gezielter dahingehend beraten werden, auf  welche Weise sie ihr Kind beim Lernen unterstützen können bzw. welche externen Institutionen und Förderangebote wir zur Unterstützung des Lernerfolges für ihr Kind für empfehlenswert halten.

Über das Teamteaching wird es außerdem möglich, Schüler mit speziellen Leistungsstärken als Helfer auszubilden. Mit diesen Helferkindern können parallel zum Klassenunterricht mittels der zweiten Lehrperson Methoden und Verhaltensweisen  eingeübt werden, mit denen schwächeren Schülern effektiv geholfen werden kann, Unterrichtsinhalte zu üben und zu festigen.

 

Spezielle Förderangebote 

Die Grundschule Bergische Straße bietet ihren Schülern spezielle Förderangebote als Ergänzung zum regulären Unterricht an. Eine gezielte Förderung aller Schüler bedarf einer kontinuierlichen Absprache der Kollegen untereinander und dies insbesondere im Hinblick auf einen jahrgangsübergreifenden Unterricht.

Förderunterricht für alle Schüler wird  je nach Bedarf klassenintern oder klassenübergreifend angeboten werden.

 

Deutsch als Zweitsprache (DAZ)

An der GGS „Bergische Straße“ unterrichten wir Kinder unterschiedlicher Kulturen, die mit stark voneinander abweichenden Kenntnissen in Bezug auf die deutsche Sprache bei uns am Unterricht teilnehmen. Die Sprachfähigkeit  in der deutschen Sprache ist jedoch grundlegende Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilnahme am Unterricht in der Regelklasse. Dies gilt sowohl für den mündlichen als auch für den schriftlichen Sprachgebrauch, für den die gelungene Verknüpfung von Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben und Denken Voraussetzung ist. In Kleingruppen bieten wir deshalb für die Kinder anderer Herkunftsländer Förderunterricht „Deutsch als Zweitsprache“ an. Hier werden die einzelnen Sprachbereiche unter Berücksichtigung von individuellen Lernvoraussetzungen wie Herkunftsland, Aufenthaltsdauer, Schullaufbahn, Kenntnis, anderer Schriftsysteme, Lernstand in den Lernbereichen, Muttersprache und kulturelle Erfahrungen gezielt gefördert.

Dabei werden vielfältige Übungsformen zur Auspracheschulung, Wortschatzerweiterung, zur automatisierenden Verwendung der Grammatik, zum Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben sowie kommunikative Übungen verwendet, die in handelnden Formen den Erwerb der deutschen Sprache fördern.

Die Kinder sollen in Verwendungszusammenhängen systematisch Vokabeln, sprachliche Strukturen sowie grammatische Kategorien und Regeln erlernen.

Mit dem Ziel der Handlungsfähigkeit fördern wir die Schüler beim Umgang mit Erschließungshilfen und schließen Lücken in der allgemeinen Sachkompetenz wie des Kommunikationsbereiches Öffentlichkeit und des Alltags in der deutschen Schule.

Grundsätzlich gelten für die Arbeit mit ausländischen Schülern folgende Forderungen:

   

Darüber hinaus fördern wir bei unseren ausländischen Schülern die Entwicklung sozialer Kompetenzen, das heißt, das Verwirklichen von Sprachabsichten, Realisieren von Kommunikationsbereichen sowie das angemessene Verhalten in verschiedenen Kommunikationsbereichen.

Gearbeitet wird u.a. mit der DAZ-Box. Diese beinhaltet ein vielseitig einsetzbares, aufeinander abgestimmtes Material für den Unterricht „Deutsch als Zweitsprache“. Es kann sowohl zur Differenzierung in Regelklassen wie auch in Förderkursen eingesetzt werden. Die Übungen sind auf Themenbereiche bezogen, die der Erlebniswelt der Kinder entsprechen. Durch die Unterschiedlichkeit der Materialien können die Kinder auf ganz individuellen Wegen zum Ziel kommen. Sowohl durch die Beschäftigung mit den einzelnen Teilen – besonders aber durch deren Kombination – erhalten die Kinder die Chance, die angebotenen Themenkreise sprachlich zu durchschauen und eigenständig zu bewältigen.

Die Arbeitshefte der Reihe „Werkstatt Deutsch als Zweitsprache“ eignen sich für Kinder mit Migrationshintergrund in und vor der Grundschule, die eine gezielte Sprachförderung brauchen. Mit Hilfe dieses Materials erhält der Lehrer vielseitige Anregungen zum vertiefenden Üben und zu Aktivitäten in den Bereichen: Sprachsensibilisierung, Motorik, Transfer von Sprachwissen, Gemeinsames Lernen und Interkulturelles Lernen.

 

LRS-Unterricht

 

Leseschwache Schüler finden in ihrem Lernprozess Unterstützung zur Überwindung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Um der Lese-Rechtschreibschwäche entgegenzuwirken bieten wir den Schülern von Anfang an differenzierte Zugangsweisen zur Erschließung von Buchstaben und Lauten an (Lernen mit allen Sinnen, Anlauttabelle).

Außerdem wird im LRS-Unterricht die Rechtschreibbox von Beate Leßmann, eingesetzt. Für die Konzeption der RS Boxen ist die Leitlinie „ Entwicklung des individuellen Rechtschreibgespürs“ maßgeblich.

Die Rechtschreibung wird für alle Kinder über die Vermittlung von Rechtschreibstrategien, -regelungen und mit Hilfe von Nachschlagewerken. gezielt gefördert (siehe auch: Schulprogramm - Tragfähigen Grundlagen im Rechtschreiben).

Leseförderunterricht 

Die gezielte und frühzeitige Förderung von schwachen Lesern führt zur erheblichen Verkleinerung dieser Risikogruppe. Motivation zum Lesen wecken, den Umgang mit Texten pflegen, das erleichtert Schülern das Lesen und das Lesenlernen. Als Material für die Schüler gebrauchen wir die Leseblätter und die Bausteine zur Überprüfung der Lesefähigkeit.

Darüber hinaus werden leistungsstarke Leser durch themenorientierte Bücherkisten angeregt ihre Lesefähigkeit zu nutzen um selbsttätig  Informationen einzuholen. Sie können  das Angebot auch zum selbstvergessenen Lesen  nutzen oder sich damit auf Lesevorträge vor der Klasse oder vor anderen Zielgruppen vorbereiten (Lesewettbewerbe).

Auch das Internet bieten dieser Zielgruppe unbegrenzten Lesestoff, der zu verschiedenen Aufgabenstellungen genutzt werden kann. Dazu gehört auch die gegenseitige Unterweisung zur Nutzung dieses Mediums.

Wenn die vorhandenen Lehrerstunden es zulassen, werden jahrgangsübergreifende Theater-AGs eingerichtet, in denen  lesestarkee Schüler angeleitet werden, auswendig gelernte Texte durch Gestik und Mimik zu interpretieren und die Wirkung auf die Zuhörer zu erproben. Andernfalls  gibt es zeitlich begrenzte Theater-AGs z.B. anlässlich von Schulfesten, Weihnachts- oder Martinsfeiern, wo solche Schüler zusätzliche Angebote zur Nutzung von Texten erhalten.

 

Mathematik

Im Fach Mathematik werden Strategiespiele wie Rush-hour oder Hoppers genutzt und als Erweiterung zu Denkaufgaben im Lehrbuch angeboten. Räumliches Denken wird u.a. mit Soma-Würfeln, Tangrams uns Streichholzspielen unterstützt. Des weiteren bieten wir leistungsschwachen Schülern LÜK- und Logico Arbeitskarten, Rechenpyramiden und vieles mehr. PC- Spiele, wie Blitzrechnnen, ergänzen das Förderangebot in Mathematik.

Für die leistungsstarken Kinder halten wir eine Aufgabensammlung in den Bereichen Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen bereit.

 

Chor

Weil gemeinsames Singen und Musizieren nur gelingt, wenn alle Kinder zusammen ihr Bestes geben, stehen die Förderung von Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und die Kommunikation im Mittelpunkt der Chorarbeit. Dabei sind die Freude und das Interesse der Kinder an der Musik, speziell am Singen integrativer Bestandteil.

Alle Chormitglieder müssen zu einer Reflexion ihrer Ergebnisse und einer eventuellen Überarbeitung bereit sein (Förderung von Kritikfähigkeit). Gerade ängstliche Kinder werden oft durch eine positive Rückmeldung des Chores zu selbstbewussten Sängern und Sängerinnen.

 

Sportförderunterricht

Im Sportförderunterricht werden überwiegend sportlich leistungsschwache Kinder gefördert.  

Neben der Verbesserung physischer Leistungsgrundlagen (Haltungs- und Koordinationsschwächen, Steigern der Ausdauer) umd dem Erlernen von Fertigkeiten der verschiedenen Sportbereiche und Sportarten trägt der Sportförderunterricht dazu bei, Lerndefizite aus anderen Fächern positiv zu beeinflussen. Speziell Kinder mit Bewegungsmangel zeigen Schwächen in der Körper-Raumorientierung (rechts-links, vorne-hinten, oben-unten); diese Defizite können Ursache sein für Lernschwierigkeiten in Fächern wie Deutsch und Mathematik. Eine gezielte Förderung von Raumwahrnehmung, Raumlage und Raumorientierung im Sportförderunterricht kann hier hilfreich sein. 

Außerdem möchten wir generell eine positive Einstellung und Motivation für sportliche Betätigung und Leistung vermitteln. Für den Unterricht gelten die gleichen Übungs- und Trainingsformen und methodischen Maßnahmen, wie sie von den Richtlinien für den Sportunterricht vorgesehen sind. Die Übungsauswahl orientiert sich im Wesentlichen an den Inhalten der Sportarten und Sportbereiche der entsprechenden Jahrgangsstufen. Da auch hier in kleinen Gruppen (12 – 16 Kinder) gearbeitet wird, kann besser auf den individuellen Förderbedarf der einzelnen Kinder eingegangen werden.