Sportunterricht           

    

 

 

                         

Die Richtlinien und Lehrpläne für den  Sportunterricht in der Grundschule sind am 1. 02. 2000 in Kraft getreten. In den Rahmenvorgaben für den Schulsport wird explizit der Begriff „Schulsport“ statt „Sport“ benutzt. Dadurch soll der Blick für die Gesamtheit von Bewegung, Spiel und Sport in unserer Gesellschaft geöffnet werden.  

 

1. Pädagogische Grundlegung für den Schulsport

1. 1  Als pädagogische Leitidee des Schulsports wird folgender Doppelauftrag formuliert:

                       

                       „Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport“

                                                           und

                        „Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur“

 

Diesen Doppelauftrag finden wir wieder bei den zweiteiligen Überschriften der Inhaltsbereiche 3 - 9 des Schulsports. Durch diese Formulierung soll die didaktische Notwendigkeit unterstrichen werden, im Schulsport einerseits den Bezug zu den außerschulisch verbreiteten Sportarten zu suchen, andererseits deren Grenzen immer wieder zu überschreiten.

 

1.2 Sechs pädagogische Perspektiven geben eine Antwort auf die Frage, wie sich im Schulsport die Entwicklung Heranwachsender in einer Weise fördern lässt, die kein anderes Fach ersetzen kann.

a.  Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern.  
b.      Sich körperlich ausdrücken, Bewegungen gestalten.  
c.       Etwas wagen und verantworten.  
d.      Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen.
e.       Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen.  
f.        Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln.  

 

 

2. Die Inhaltsbereiche des Schulsports     

1. Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen  
2. Das Spielen entdecken und Spielräume nutzen.  
3. Laufen, Werfen und Springen    = Leichtathletik  
4. Bewegen im Wasser   = Schwimmen
5. Bewegen an Geräten = Turnen
6. Gestalten, Tanzen und Darstellen = Tanzen
7. Spielen in und mit Regelstrukturen = Sportspiele
8. Gleiten, Fahren und Rollen = Roll- , Boot- und Wintersport
9. Ringen und Kämpfen     = Zweikampfsport  
10. Wissen erwerben und Sport begreifen

Die Themen der Inhaltsbereiche 1, 2 und 10 können den Unterricht eigenständig bestimmen, sie können aber auch in die Lernprozesse der Bereiche 3 – 9 einbezogen werden.

Verbindliche Lehrplaninhalte sind nicht vorgesehen. Entscheidend für die Auswahl der Unterrichtsinhalte ist der mehrperspektivische Zugriff. Hierdurch können sich persönliche Sinngebungen unter den Merkmalen der Individualität, Attraktivität und Individualität entwickeln.

 

 

3. Grundsätze pädagogischen Handelns im Schulsport

Prinzipien eines erziehenden Sportunterrichts

Ein pädagogisch orientierter Sportunterricht versteht sich als erziehender Unterricht, der mit Bezug auf die außerschulische Lebenswelt sowohl sportliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse vermitteln als auch Einstellungen und Haltungen anbahnen will, die für eine urteils- und handlungsfähige Teilnahme  an das Leben in unserer Gesellschaft notwendig sind .

Durch nachfolgende Prinzipien eines erziehenden Unterrichts soll versucht werden den Doppelauftrag des Schulsports zu  verwirklichen.  

a.       Mehrperspektivität
b.      Erfahrungs- und Handlungsorientierung
c.       Reflexion  
d.      Verständigung
e.       Wertorientierung  

 

 

4. Die Situation an unserer Schule:

Der Sportunterricht wird durchgeführt in der Großturnhalle am Böttinger Platz. Diese Halle ist mit einem 10- minütigen Fußweg zu erreichen.

Der Schwimmunterricht findet im Parkbad in Velbert in unmittelbarer Nähe der Schule statt.

 

Neben dem normalen Sportunterricht bemühen wir uns unseren Kindern zusätzliche Bewegungsangebote zu bieten:

1.      Gegen Ende des Schuljahres findet in den zweiten, dritten und vierten Schuljahren ein Sportwettbewerb in Form der traditioneller Bundesjugendspiele statt. Für die ersten Klassen bieten wir am selben Tag alternative Sportspiele an, die die Bundesjugendspiele spielerisch vorbereiten.  Durchgeführt  wurden in den letzten Jahren darüber hinaus ein Partner-Spaß-Parcours und ein Spiel- und Sportfest.

Auch Projektwochen haben oft einen bewegungsfreudigen Charakter.

2.      Seit 2005 ist der Schulhof bewegungsfreudig umgestaltet worden:

Eine kleine Kletterwand wurde angebracht, eine Seilanlage, sowie mehrere Baumstämme zum klettern, balanciere und sitzen. Neue Spielgeräte wurden angeschafft und können in den großen Pausen nach einem Ausleihsystem abgeholt werden.

3.      Wir nehmen teil an den jährlich von dem Sportverband Velbert organisierten Wettkämpfen, wie z.B. den  Stadtmeisterschaften im Schwimmen sowie dem Fußballturnier der Velberter Grundschulen.

4.      In direkter Nachbarschaft zur Schule befindet sich der „Herminghauspark“: ein Park mit Kleintieranlage, viele Spielwiesen und einen Kinderspielplatz.

      

 

Zur Leistungsbeurteilung im Sportunterricht in der Grundschule nachfolgend eine kurze Zusammenfassung.

"....Der individuelle Lernfortschritt und die Anstrengungsbereitschaft sind in besonderer Weise zu berücksichtigen. Nur vor diesem Hintergrund sind die koordinativen und konditionellen Fähigkeiten, das technische, taktische und kreativ-gestalterische Können zu bewerten. Eine besondere Bedeutung für die Leistungsbeurteilung haben soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft, Fairness und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung....."

"...So erhalten auch motorisch leistungsschwächere Kinder... eine ihren individuellen Voraussetzungen angemessene Bestätigung ihres Könnens."

(aus: Richtlinien und Lehrpläne für den  Sportunterricht in der Grundschule. 1. 02. 2000)