Unterricht         

   

Planung

Der Unterricht wird in der Regel entsprechend den Arbeitsplänen geplant und vorbereitet. Generell findet in allen Fächern regelmäßige Absprache und Zusammenarbeit der Kolleginnen eines Jahrgangs statt, insbesondere beim Entwurf der Lernzielkontrollen. Im Vertretungsfall kann so ein Lehrer die Arbeitsmaterialien für beide Klassen bereitstellen und die Vertretungslehrer einweisen.

Bei entsprechenden Themen gibt es auch eine fächerübergreifende Zusammenarbeit der Lehrer, so dass die Kinder beim Lernen die verschiedenen Aspekte einer Sache erleben und erlernen können.

   

Unterrichtsmittel

Neben einheitlich vereinbarten  Lehrwerken mit den entsprechenden Arbeitsheften in den Hauptfächern stehen Lernkarteien mit Selbstkontrolle, Lernspiele und Anschauungsmaterialien für die Hand des Schülers bereit.  Wichtige Fachbegriffe werden auf Wandplakaten festgehalten und dienen so der  Erinnerung und der Festigung des Gelernten. Je nach Fächern stehen Experimentierkästen, Anschauungsmittel und Filme zur Verfügung. Verschiedene Lernprogramme können an zwei Computern pro Klasse in den Freiarbeitsphasen genutzt werden.

 

Unterrichtsformen

Um neue Unterrichtsgegenstände oder Methoden vorzustellen nutzen die Lehrerinnen den Lehrervortrag, unterstützt durch Bilder, Texte oder andere Anschauungsmaterialien. Wo es möglich ist, hat die Darbietung einen problemorientierten Ansatz, damit möglichst viele Schüler motiviert sind, sich mit den entsprechenden Inhalten zu beschäftigen und sie zu üben.

Daher folgt hier eine Erarbeitungs- und Übungsphase, wo der Lehrer sich davon überzeugen kann, wer den Inhalt verstanden hat und wer weitere Hilfen benötigt.

Entsprechend unserem Grundsatz, die Selbstständigkeit des Schülers zu fördern, werden Zeiten des lehrerzentrierten Unterrichts zunehmend durch Unterrichtsformen ersetzt, die selbstverantwortliches Lernen ermöglichen. Dazu erhalten die Schüler Arbeitspläne, die auf ihr Lernvermögen und auf ihren Lernfortschritt abgestimmt sind. Teilweise können die Schüler durch Auswahl unter verschiedenen Aufgaben ihr eigenes Lernvermögen abschätzen. So wird eine Überforderung für die einen und Unterforderung für die anderen weitgehend verhindert. Insbesondere in der Eingangsstufe (Klasse 1,2) ist eine solche  Differenzierung notwendig, weil die Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule kommen und die Eingangsstufe dementsprechend in ein bis drei Jahren bewältigen sollen. An diesen Wochenplänen  arbeiten die Kinder zu dafür eingeräumten Zeiten oder wenn sie ihre anderen Arbeiten beendet haben.

Hausaufgaben dienen der Vorbereitung, Weiterführung und Übung des Erlernten. Sie können an allen Tagen außer freitags aufgegeben werden.

   

Weitere  Unterrichtsformen müssen eingeübt und genutzt werden, um  das soziale Lernen zu fördern. In Kreisgesprächen entwickeln die Kinder mit Hilfe des Lehrers zunächst die Gesprächsregeln  und erleben dann, wie jeder sich nach seinen Fähigkeiten einbringen kann.

Weiterhin wird in den ersten Klassen zunächst die Partnerarbeit, später dann die Gruppenarbeit eingeübt. Hier lernen die Kinder aufeinander einzugehen, sich gegenseitig Hilfen zu geben und anzunehmen. 

In sogenannten Freiarbeitsphasen wählen die Schüler selbst ihre Arbeitsmittel, die sie allein oder mit Partnern bearbeiten. 

Um mit allen Sinnen zu lernen werden je nach Unterrichtsfach auch Unterrichtsgänge unternommen, um vor Ort Dinge zu erleben und zu erforschen oder als Anregung wieder mit in den Klassenraum zu nehmen um daran zu lernen.

In Projektwochen werden fächerübergreifende Projekte angeboten, die klassenübergreifend organisiert werden, damit auch Schüler unterschiedlicher Altersstufen miteinander umzugehen lernen.

Bei alledem soll durch mehr Bewegung im Unterricht dem Bewegungsdrang der Schüler entsprochen werden.  Dies geht nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in Fächern wie Musik, Mathematik und Sprache.

 

Organisation und zeitlicher Ablauf des Unterrichts

Gerade der Wechsel der Unterrichtsformen und die größere Freiheit bei der Organisation des eigenen Lernens erfordern feste Regeln, Rituale und Zeiten.

Der Unterricht ist grundsätzlich in Unterrichtsstunden zu 45 Minuten eingeteilt, jedoch entfällt das Klingelzeichen zwischen den Stunden. Wenn kein Lehrerwechsel zwischen den Stunden erfolgt, können die Übergänge zwischen den Fächern fließend erfolgen.

Morgens ermöglichen wir einen offenen Unterrichtsbeginn, d.h. die Kinder sollen zwischen 7.45 Uhr und 8 Uhr angekommen sein. In dieser Zeit wird je nach Vereinbarung in der Klasse am Wochenplan gearbeitet oder jeder hat die Gelegenheit, durch Lesen, Erzählen oder andere Tätigkeiten sich in der Schule einzufinden. Dabei soll es so leise sein, dass andere arbeiten können. Die Zeit für den Wochenplan wird je nach Klassensituation bis 8.15 Uhr ausgedehnt.

Beim Wechsel der Arbeitsphasen hilft eine sogenannte Aufräummusik, die es den Kindern ermöglicht, ihre Arbeit in einer ihnen bekannten Zeit zu beenden und aufzuräumen.  Verabredete Leisezeichen helfen den Lehrerinnen, Arbeitsphasen der Schüler kurzzeitig zu unterbrechen.

Die nötige Arbeitsruhe in Stillarbeitsphasen wird durch Klassenregeln, verbunden mit individuellen Belohnungssystemen, hergestellt.

Die fächerübergreifende Konzepte sowie fachspezifischen Arbeitsweisen werden im Folgenden detaillierter dargestellt.

 

Leistungsbewertung

In den ersten beiden Klassen werden Lernzielkontrollen zur Feststellung des individuellen Lernfortschritts durchgeführt und durch ermutigende Hinweise kommentiert.

Ab Klasse 3 werden an unserer Schule gemäß Beschluss der Schulkonferenz die Schüler mit der Benotung auf den Zeugnissen und somit auch mit der Benotung von Lernzielkontrollen vertraut zu machen. In der Lehrerkonferenz haben wir uns für die Jahrgänge 3 und 4 auf drei Lernzielkontrollen pro Halbjahr in den Bereichen „Rechtschreiben“, „Schriftlicher Sprachgebrauch“ und „Mathematik“ festgelegt, die als Parallelarbeiten konzipiert werden.