Vorwort

Unsere Schule ist wie alle Grundschulen in ihrer Arbeit den Richtlinien und Lehrplänen verpflichtet. Diese legen "die verbindlichen Ziele und Inhalte fest, auf die hin alle Kinder bestmöglich zu fördern sind, sie verdeutlichen zugleich, wie die Kinder in der Grundschule miteinander leben und lernen sollen. Damit bestimmen sie die Grundlagen, auf denen die Schulen der Sekundarstufe aufbauen können." In unserem vorliegenden Schulprogramm versuchen wir, Wesensmerkmale deutlich zu machen, die das Lernen und Leben an unserer Schule in besonderer Weise prägen. Es versteht sich nicht als ein festgeschriebenes Programm, sondern unterliegt vielmehr der ständigen Überprüfung mit dem Ziel Bewährtes beizubehalten, Verbesserungen jedoch ständig mit einzubeziehen.

Informationen zur Schule: Schulbezirk und Sozialstruktur

Unsere Schule ist eine von fünf Schulen im innerstädtischen Bezirk. Sie wurde 1994 als "neue Schule" wieder ins Leben gerufen, da die Aufnahmekapazitäten der umliegenden Schulen erschöpft waren.

Die Sozialstruktur des Schulbezirkes ist sehr gemischt. Eine alte innerstädtische Siedlung, eine weitere mit alten Mietshäusern und einzelne Wohnstraßen mit Einfamilienhäusern prägen das Bild. Hinzu kommen mehrere Aussiedler- und Ausländerwohnheime, die eine hohe Fluktuation zur Folge haben. Die Kinder, die unsere Schule besuchen, kommen somit aus den unterschiedlichsten sozialen Kontexten und verfügen damit auch über unterschiedliche Vorerfahrungen.

Die Grundschule "Bergische Straße" ist durch ihr großes, weit verzweigtes Einzugsgebiet Lernstätte für Kinder, die in der Stadt und für Kinder, die in Wohngebieten wohnen. Bereits diese unterschiedlichen Wohnumgebungen prägen unsere Schüler in verschiedener Weise: Die einen sind durch starken Verkehrsfluss in der Freizeit extrem eingeschränkt, die anderen wohnen naturnah und können fantasievollen Spielideen nachgehen. 

Unsere Schüler sind darüber hinaus auch durch verschiedene Kulturkreise, Religionen und familiäre Strukturen unterschiedlich geprägt: In manchen Elternhäusern ist nur ein Elternteil berufstätig, in anderen Familien sind beide Eltern berufstätig oder ein Elternteil ist alleinerziehend. Manche Kinder wachsen mit Geschwistern, andere als Einzelkinder auf. Somit werden unsere Schüler auch sehr unterschiedlich gefordert: Einzelne Kinder verfügen über eine Vielzahl von nachmittäglichen Freizeitangeboten, andere sind tagsüber häufiger allein und lernen nicht mehr zwangsläufig, verantwortungsvolle Aufgaben für die Familie zu übernehmen. So mag dem einen Schüler durch eine "verplante" Freizeit Zeit zur Besinnung fehlen, dem anderen kann es durch unkontrollierten Fernseh- und Medienkonsum an Kreativität, Selbständigkeit und Eigeninitiative mangeln.

Zur Zeit besuchen 220 Schülerinnen und Schüler unsere zweizügige Schule. Die überwiegende Zahl der Kinder haben einen der Kindergärten besucht, mit denen die Schule gut zusammenarbeitet.

Die Zusammenarbeit mit den Elternhäusern gestaltet sich im Allgemeinen unproblematisch. Veränderte Familienstrukturen und alles, was unter dem Stichwort "Veränderte Kindheit" beschrieben wird, beobachten auch wir an unserer Schule.

Die Zahl der Eltern, insbesondere der Mütter, die sich im Vormittagsbereich in die Schule einbringen, ist bei uns relativ hoch, aber trotzdem rückläufig.

Das Kollegium besteht zur Zeit aus 11 Kolleginnen.